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Wie mental starke Menschen mit Rückschlägen umgehen

aus der Redaktion07.06.2018
(c) gettyimages/MathieuRivrin
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Zurückweisungen und Absagen sind Motivationskiller. Doch wer über die nötige mentale Stärke verfügt, kann auch aus Rückschlägen seine Lehren ziehen.

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Zurückweisung, Absagen und Ablehnung. Alles kommt im Leben eines Menschen vor – ob privat oder beruflich. Aber gerade Vertriebler finden sich häufig in Situationen wieder, in denen die investierte Mühe vergebens scheint. Zumindest für jeden, der nicht über die nötige mentale Stärke verfügt, mit Rückschlägen entsprechend umzugehen.

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Dass aber zurückgewiesen werden auch durchaus positive Auswirkungen haben kann, hat die amerikanische Trainerin für mentale Stärke, Amy Morin, in einem Beitrag für Inc.com aufgeführt. Wer aus einer Zurückweisung Lehren ziehen will, muss sie zunächst richtig einordnen und dann die Bereitschaften zeigen, daraus zu lernen. Wie das gelingt, veranschaulichen ihre 5 Tipps:

1. Sie lassen Emotionen zu

Unangenehme Empfindungen unterdrücken wir gerne. Der Mensch neigt dazu, emotionalen Schmerz zu ignorieren oder nicht zu akzeptieren. Das führt aber nicht dazu, dass Niederlagen verarbeitet werden. Im Gegenteil.

Mental starke Menschen hingegen akzeptieren, dass sie Trauer und Frustration verspüren oder enttäuscht sind. Sie haben das Selbstbewusstsein, diese Emotionen zuzulassen und sich mit ihnen auseinander zu setzen.

Und so sollte eine Ablehnung, ob im privaten oder beruflichen, nicht immer als keine große Sache abgetan werden. Besser: Akzeptieren Sie das Gefühl, das sich in ihnen breitmacht, ohne sich jedoch zu sehr hineinzusteigern.

2. Zurückweisung als Zeichen, alles gegeben zu haben

Mental stabile Menschen sehen Ablehnung als Zeichen, dass sie an ihre Grenzen gehen. Frei nach dem Motto: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Denn nur innerhalb der eigenen Komfort-Zone ist ständiger Zuspruch gewiss.

3. Sie gehen nicht zu hart mit sich ins Gericht

Ablehnungen und Absagen sind keine schöne Angelegenheit. In diesem Stadium der Aufarbeitung einer Niederlage droht auch die größte Gefahr: Sich selbst nicht vergeben zu können. Negative Gedanken über das eigene Ich sind in diesem Zusammenhang ein menschlicher Reflex. Doch wer über mentale Stärke verfügt, weiß um diesen Umstand und gibt seiner inneren Stimme einen sanfteren Ton.

4. Sie gehen nicht nach einer Ablehnung K.O.

Ein Rückschlag oder Niederschlag in einer Angelegenheit bedeutet kein Versagen auf ganzer Linie. So stellt ein verloren gegangener Kunde nicht die gesamte Kompetenz als Vertriebler in Frage. Genauso, wie eine in die Brüche gegangene Beziehung nicht eine generellere Beziehungsunfähigkeit attestiert. Um es mit den Worten von Rocky Baloba zu sagen: „Its not about how hard you hit. It’s about how hard you can get hit and keep going.“

5. Sie lernen aus Rückschlägen

Anstatt wie oben beschrieben alles zu verteufeln, stellen sich mental starke Menschen die Frage: Welche Lehren kann ich aus dieser Erfahrung ziehen? So werden aus Rückschlägen Lehrstunden, die die Erfolgsaussichten beim nächsten Versuch nur steigern.

Mit Hilfe dieser 5 Tipps können Sie für sich erkennen, ob Sie bereits mental stark sind. Und wenn nicht, wissen Sie jetzt, woran und wie Sie daran arbeiten können. Übrigens: Dem Thema mentale Härte hat sich auch unser Gastautor Daniel Reisenhofer angenommen. In seinem Beitrag erfahren Sie, wie Sie mentale Härte in der Kaltakquise erreichen.

 

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