Karriere

Was macht eigentlich ein Sales Director?

aus der Redaktion10.10.2017
(c) thinkstock/shutter_m
(c) thinkstock/shutter_m

Der "Sales Director" ist eine der am höchsten angesiedelten Vertriebspositionen. Welche Aufgaben hinter dieser Position stecken und wo die Berührungspunkte zum klassischen Vertrieb liegen, darüber haben wir mit Carsten Soller gesprochen, Sales Director bei Heidelpay.

VM.DE: Herr Soller, was macht eigentlich ein Sales Director?

Carsten Soller: Der Sales Director – zu Deutsch der Vertriebsleiter – leitet den kompletten Vertrieb. Zu seinen Aufgaben gehört die Planung, Steuerung und die Kontrolle der Vertriebsaktivitäten und der Vertriebsmitarbeiter.

Der Vertriebsleiter führt sein Team, motiviert es, fördert die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter und stellt neue Mitarbeiter ein. Er sollte stets ein gutes Vorbild für seine Mitarbeiter sein und über eine entsprechende Qualifikation und Fachwissen verfügen. Dabei ist er wesentlich für den Erfolg und auch den wirtschaftlichen Ertrag seines Unternehmens verantwortlich.

Zu seinen Aufgaben gehört die strategische Koordination des Verkaufs von Produkten und Dienstleistungen nach außen und auch nach innen – oft auch als Schnittstelle zwischen den verschiedenen Abteilungen wie z.B. Marketing, Technik, Produktion, Buchhaltung und Service.

Hohe Eigenmotivation, Selbstorganisation, Selbständigkeit und die stringente Verfolgung von klar definierten Zielen sind dabei der Schlüssel zum Erfolg.

VM.DE: Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? Was ist das Highlight eines Arbeitstags?

CS: Mein Arbeitsalltag ist geprägt von vielen Terminen. Das sind sowohl interne Termine, um aktuelle Themen intern abzustimmen und zu bearbeiten als auch externe Termine, um Projekte mit Dienstleistern und Kunden voran zu treiben. Darüber hinaus ist die Abstimmung mit meinen Mitarbeitern und das Finden von Lösungen für komplexe Kundensituationen ein wesentlicher Teil meiner Tätigkeit.

Zu den Highlights eines Arbeitstages gehört es natürlich, wenn man Erfolge im Vertriebsteam verzeichnen kann. Das kann ein interessanter Abschluss sein oder auch das Erreichen vorher definierter Ziele.

VM.DE: Würden Sie Ihre Position als klassische Vertriebsposition bezeichnen?

CS: Ja, der Director Sales ist eine klassische Vertriebsposition. Auch wenn man als Führungskraft nicht immer direkt mit Kunden zu tun hat und im Team verkauft, sind es die Weichen, die man stellt, um gemeinsam mit seiner Vertriebsmannschaft für zufriedene Kunden und ein erfolgreiches Unternehmen zu sorgen und die gesteckten Unternehmensziele zu erreichen.

 

Über Carsten Soller:

Carsten Soller (48) verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Vertrieb. Basierend auf einer technischen Ausbildung und einem Studium der Wirtschaftswissenschaften kennt er alle Stationen im Berufsleben eines Verkäufers. Begonnen hat er seine Laufbahn im Bankensektor als Kundenberater mit der Spezialisierung auf Electronic Banking. Weitere Stationen waren Tätigkeiten als Account Manager und Key Account Manager im Außendienst in der Paymentbranche bis hin zu einer langjährigen Führungsposition als Head of Regional Sales bei der Concardis GmbH. Aktuell arbeitet Carsten Soller als Director Sales für die Heidelberger Payment GmbH und ist verantwortlich für die Weiterentwicklung und Neuausrichtung des Vertriebs des renommierten Heidelberger Zahlungsinstituts.

aus der Redaktion

Mehr zum Thema Berufsbilder im Vertrieb

Ressort

(c) Pixabay

Gastbeitrag

Verkaufen oder nicht verkaufen – das ist hier die Frage

von Oliver Schumacher08.08.2019

Als Verkäufer sitzt man manchmal zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite ist der Kunde mit seinen Wünschen, Zielen und Erwartungen. Auf der anderen Seite erwartet der Arbeitgeber, dass man als sein angestellter Verkäufer dessen Produkte auch verkauft. Doch was macht man, wenn einem das zu verkaufende Angebotssortiment nicht gefällt?

(c) Pixabay

Gastbeitrag

Wenn die Zeit für Herzlichkeit fehlt

von Oliver Schumacher01.08.2019

Verkäufer streben oft den schnellen Abschluss an, ob aus mangelndem Interesse oder aufgrund von Zeitmangel. Damit kein unnötiger Druck entsteht – und somit auf Kundenseite eine bessere Kauflaune – helfen diese fünf Ansätze.

(c) Pixabay

Gastbeitrag

Viele Verkäufer scheitern – und kaum einer will das ernsthaft ändern

von Oliver Schumacher25.07.2019

Wenn ein professioneller Fußballer den Ball zugespielt bekommt, überlegt er dann ausführlich, wie er den Ball spielt – oder spielt er ihn intuitiv richtig weiter? Würde ein professioneller Fußballer hoffen, während eines Spiels niemals den Ball abzubekommen? Dann würde ein Trainer solch einen Spieler gar nicht erst in sein Team aufnehmen. Käme ein Fußballer, der diesen Sport ernst nimmt, auf den Gedanken, nicht mehr zu trainieren, weil er schon einmal trainiert – und vielleicht sogar schon einmal ein Tor geschossen hat? Solche Fußballer gibt es nicht – solche Verkäufer aber schon.