Kolumne

Von positiven Gedanken zu erfolgreichen Taten

von Silvana Göhring26.05.2017
(c) Thinkstock/grinvalds
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Geld und ein teures Auto. Aber was kommt dann? Über die Bedeutung positiver Gedanken für den langfristigen Erfolg.

von Silvana Göhring

Was bewegt Sie, morgens Ihrer Arbeit nachzugehen? Warum stürzen Sie sich jeden Morgen in den Vertrieb? Sind es die materiellen Dinge am Ende des Weges, die Sie anreizen oder kommt der Ansporn aus Ihrem Inneren? Dies sind sehr grundlegende Fragen, wenn es um unser tägliches Tun und Handeln geht.

Natürlich sind 100.000 Euro oder ein schöner Porsche ein Anreiz. Was passiert allerdings, wenn das Geld auf dem Konto ist oder der Wagen vor der Tür steht? Das Ziel ist erreicht, der Wunsch erfüllt, wir fühlen uns für einen kleinen Augenblick sehr wohl. Diese Euphorie verblasst nach kurzer Zeit, da wir die bereits erreichten Dinge zwischenzeitlich als selbstverständlich ansehen. Dann stellen uns der Porsche vor der Tür und das volle Konto nicht mehr zufrieden.

Stellen Sie sich bitte einmal die Frage: „Gehe ich meiner Arbeit nach, weil ich am Ende des Weges die Belohnung sehe oder weil mich etwas von innen heraus antreibt?“ Selbstverständlich sind Belohnungen für uns sehr wichtig. Wir brauchen sie, um vorwärts zu kommen. Wichtiger und vor allem nachhaltiger in unserem täglichen Kreislauf ist allerdings die innere Motivation. Wenn wir etwas tun, was wir von Innen heraus lieben und worin wir einen tatsächlichen Nutzen für den Menschen, der uns gegenüber steht und der schon bald unser nächster Kunde sein kann, sehen, dann gehen wir mit anderen Augen an unsere Arbeit.

Die innere Motivation zeigt sich oftmals bereits an unseren Gedanken, die wir morgens haben, bevor wir in den Tag starten. Stellen Sie sich vor, Ihr erster Gedanke ist folgender: „Das wird wieder ein sehr anstrengender Tag. Mal schauen, welchen Ärger es heute gibt!“.

Bei diesem Gedanken entstehen in Ihrem Kopf wahrscheinlich entsprechende Bilder. Sei es ein nörgelnder Kunde oder ein ständig klingelndes Telefon. Vielleicht sehen Sie auch die erschreckende Bilanz vor sich. Nun passiert etwas ganz erstaunliches. Plötzlich beginnt auch Ihr Körper zu reagieren. Dies kann sich in mangelnder Motivation äußern, in Abgeschlagenheit, Angespanntheit bis hin zu körperlichen Beschwerden. Körper und Geist bilden eine feste Einheit. Dies ist uns allen bekannt. Es ist also unmöglich, negativ zu denken und gleichzeitig eine sehr positive körperliche Ausstrahlung zu haben.

Gedanken, die unseren Tag bestimmen

Sie befassen sich also noch immer mit ihren negativen Bildern, Vorstellungen und Erwartungen an den Tag, fühlen sich dementsprechend unmotiviert und haben vielleicht sogar etwas Druck in der Magengegend. Und nun stellen Sie sich vor, dass Sie auf dem Weg zu Ihrem ersten Termin tatsächlich noch in einen Stau geraten oder sich ein Kollege telefonisch krank meldet. Wir haben somit erneut eine Erfahrung dazu gewonnen, wie hektisch und stressig unser Alltag sein kann. Nun ist der Kreis perfekt.

Unser Gedanke vom Morgen hat sich bestätigt: „Ich wusste doch, dass es wieder mal ein anstrengender Tag mit viel Ärger wird!“. Wenn sich ein solcher Ablauf in dieser Reihenfolge mehrfach wiederholt, bildet sich höchstwahrscheinlich ein Glaubenssatz, der wie folgt lauten könnte: „Meine Arbeit ist nur noch stressig. Es macht mir mittlerweile keinen Spaß mehr, mich ständig mit anderen herumzuärgern.“ Wenn Sie mit einem solchen Gedanken abends schlafen gehen und morgens wieder aufwachen, können Sie sich wahrscheinlich, anlehnend an den oben geschilderten Kreislauf, vorstellen, wie groß Ihre Motivation sein wird.

Betrachten wir nun den Ablauf einmal in die andere Richtung. Ihr erster Gedanke, bevor Sie Ihre Arbeit in Angriff nehmen, lautet: „Ich bin gespannt, was ich heute bei meinen zahlreichen Terminen und Gesprächen erreichen kann. Ich habe die Möglichkeit, meinen potenziellen Kunden zu zeigen, was ich für sie tun kann.“ Dann sehen Sie vor Ihrem inneren Auge bereits die gespannten Kunden, tolle Gespräche und malen sich schon im Vorfeld aus, wie begeistert Ihr Gegenüber von Ihrem Produkt sein wird und welche hervorragenden Ergebnisse Sie damit erzielen werden.

Gedanken, die blockieren

Bei solch tollen Vorstellungen nehmen Sie automatisch eine sehr aufrechte und selbstbewusste Körperhaltung ein. Sie haben ein Lächeln im Gesicht und gehen mit einer positiven Ausstrahlung auf Ihre Umwelt zu. Sie gehen in Ihren ersten Kundentermin und überzeugen auf ganzer Linie. Dies beflügelt Sie so, dass Sie auch das nächste Gespräch souverän meistern. Stellen Sie sich vor, das passiert an einem Tag bei 6 von 10 Terminen. Sie haben also viele positive Bestätigungen für sich und Ihr Produkt erhalten.

Was meinen Sie, welcher Gedanke wird sich dann abends bestätigen? „Ich habe viele Menschen von mir und meiner Arbeit überzeugt und konnte ihnen helfen. Meine Arbeit macht mir sehr viel Freude.“ Was passiert wohl, wenn sich ein solcher Kreislauf wiederholt? Genau! Ihre innere Motivation wird immer stärker. Plötzlich sehen Sie die kleinen Herausforderungen des Alltags nicht mehr als riesige Brocken sondern umgehen sie mit Leichtigkeit.

Aus einem Gedanken, der immer und immer bestätigt wird, formt sich ein neuer  positiver Glaubenssatz. Schauen Sie auf Ihren Tag. Welche Gedanken begleiten Sie? Welche Gedanken blockieren Sie innerlich? Es wird Zeit, Ihren Kreislauf aus negativen Gedankenmustern zu durchbrechen. Wir haben jeden Tag die Möglichkeit, unser Tun und Handeln auf positive Art und Weise zu ändern.

 

Über die Autorin:

Silvana Göhring ist studierte Kommunikationstrainerin und Speditionskauffrau. Als Trainerin für Motivation und Kommunikation ist sie für Bildungsträger, Volkshochschulen und Unternehmen tätig.

 

von Silvana Göhring

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