Ratgeber

Vertriebsbüro auf Rädern

Von André Schmidt-Carré17.08.2015
Vertriebsbüro auf Rädern; Foto: BMW
Vertriebsbüro auf Rädern; Foto: BMW

Wer unterwegs im Auto mit Laptop und Tablet arbeitet, braucht vor allem Funkempfang und Strom. Doch wie immer im Leben geht auch deutlich mehr: VERTRIEBSMANAGER stellt rollende Büros für Außendienstler vor – und praktische Helfer für unterwegs, die in jeden Firmenwagen passen.


Von André Schmidt-Carré

 

Laptop auf dem Schoß, Handy in der Hand und einen Becher Kaffee im Cupholder: Viele Außendienstler arbeiten unterwegs im Auto. Und das gar nicht mal schlecht. Im Vergleich zu anderen Transportmitteln wie Bahn und Flugzeug hat das Auto eine ganze Reihe von Vorteilen: Kein Sitznachbar linst auf die neue Präsentation am Laptop und bekommt einen dicken Hals, weil man sich erdreistet zu telefonieren. Der Vertriebler bestimmt außerdem selbst, wann er für eine kurze Pause oder einen längere  Stopp rechts ranfährt. 

Allein: Perfekt ist das Auto als Arbeitsplatz nicht, wer schon mal längere Zeit hinterm Steuer am Laptop gearbeitet hat weiß, wie wackelig der Rechner auf dem Schoß liegt, und wie schnell Unterlagen unterm Fahrersitz verschwinden. Doch es gibt Abhilfe: Wenn Geld keine Rolle spielt, verwandeln Fahrzeugbauer schnöde Transporter in feine Cloub-Lounges, die es mit jeder Vertriebsrepräsentanz aufnehmen können. Und mit dem richtigen Equipment an Bord lässt es sich auch im normalen Firmenwagen ordentlich arbeiten.

 

Die Vertriebsrepräsentanz: Brabus Business Lounge

Brabus Business Lounge
Foto: Brabus

Typ: Komplettfahrzeug

Was bringt‘s: Der Daimler-Tuner aus Bottrop hat aus dem Mercedes Sprinter eine rollende Firmen-Repräsentanz vom Feinsten gemacht - mit Echtholzboden und Alcantara-Verkleidung gemacht. Im Fonds arbeiten Vertriebler auf vier gegenüberliegenden Leder-Sesseln, bei Bedarf baut Brabus zwei weitere Arbeitsplätze in den Kofferraum. Diverse USB-Ladebuchsen und Steckdosen versorgen Laptops und Smartphones mit Strom. Sämtliche Geräte können an den leistungsstarken Bord-PC angeschlossen werden, um Kundenpräsentationen auf dem üppigen 42 Zoll-Monitor darzustellen und per LTE im Internet zu surfen. Dimmbare Leseleuchten und elektrisch ausfahrbare Tische erleichtern das Aktenstudium.  

Preis: je nach Ausstattung 220.000 Euro bis 500.000 Euro, Fahrzeug wird auf Bestellung gebaut

Für wen geeignet: Vertriebler, die ihre Kunden mobil außerhalb des Büros treffen – und im gehobenen Preissegment unterwegs sind.

 

Nobel-Bulli für Vertriebsteams: VW Multivan Business

Nobel-Bulli mit Kevin
Foto: VW/Nikolaj Georgiew

Typ: Komplettfahrzeug

Was bringt‘s: VW stattet den Multivan in der Business-Ausstattung bereits ab Werk üppig aus. Zwei Einzelzitze in der zweiten Reihe und eine Zweier-Sitzbank ganz hinten bieten vier Außendienstlern Platz zum Arbeiten unterwegs, Lederbezüge und Wurzelholzdeko sorgen für standesgemäßes Ambiente. Der kleine serienmäßige Multifunktionstisch taugt immerhin als Ablage. Der Multivan hat mobiles Internet an Bord, gegen Aufpreis gibt es Sonderausstattungen wie einen ausklappbaren 15-Zoll-Deckenmonitor. Eine zweite Batterie ist serienmäßig, Steckdosen kosten extra.

Preis: ab 85.430,10 Euro (brutto)

Für wen geeignet: Vertriebsmanager, die regelmäßig gemeinsam im Team unterwegs sind.

 

Laptop statt Leder: Business-Serie vom ­Fahrzeugeinrichter

Business-Serie für Vans
Foto: Bösenberg

Typ: Nachrüstpaket für Vans

Was bringt‘s: Der Fahrzeugeinrichter Bösenberg macht aus einem handelsüblichen VW Multivan mit mehreren optionalen Modulen einen Arbeitsplatz mit echtem Nutzwert. Für das „Business-Center“ fliegt ein Sitz raus, dafür gibt es eine herausnehmbare Kiste samt Halterung für Laptop, Drucker und Aktenordner. Der „Business-Tisch“ samt Lampe, Schublade und Stromanschluss wird anstelle der ersten Sitzreihe im Fonds eingebaut. Im Kofferraum installiert Bösenberg auf Wunsch eine 20 Zentimeter hohe Schublade für Materialproben und Kataloge. Die Elemente passen ohne bohren oder schweißen in das fahrzeugeigene Schienensystem und können auch wieder ausgebaut werden. Das ist hilfreich, wenn der Leasingvertrag ausläuft.

Preise (netto, ohne Einbau):

Business-Center: 1.511,- Euro
Business-Tisch: 1.000,- Euro
Heckschublade: 1.000,- Euro

Für wen geeignet: Außendienstler, die auf Konferenzraum und Showroom Wert legen.

 

Das Büro im Fonds: Equipment für Mitfahrer von BMW

BMW-Equipment
Foto: BMW

Typ: Zubehör vom BMW-Händler

Was bringt‘s: Der BMW Car Hotspot bringt Laptops und Smartphones per WLAN mit LTE-Tempo ins Internet, bis zu acht Geräte können den Hotspot gleichzeitig nutzen. Zudem tüftelt BMW gerade an einer Box namens „Vehicular Small Cell“, die Endgeräte im Auto drahtlos mit der Außenantenne des Autos verbinden und damit den Funkempfang signifikant verbessern sollen. Schon erhältlich: Eine iPad-Halterung für Fondspassagiere, die am Vordersitz befestigt wird. An den Basisträger der Halterung lässt sich alternativ auch ein Klapptisch befestigen, um zum Beispiel am Laptop zu arbeiten.

Preis: LTE Hotspot: 599,- Euro plus Kosten für Datenvertrag

iPad-Halterung: 135,- Euro + 21,50 Euro Basisträger

Für wen geeignet: Außendienstler, die sich vom Assistenten fahren lassen.

 

Helfer auf dem Beifahrersitz: Laptophalter

Laptophalter
Foto: Sortimo

Typ: Zubehör vom Spezialisten

Was bringt‘s: Vertriebler kennen das: Sie sind im Auto unterwegs und müssen mal eben auf dem Rechner ein Angebot überarbeiten. Also den nächste Parkplatz suchen, Laptop auf den Schoß und los. Besonders angenehm ist das nicht, schon gar nicht bei Arbeiten, die länger dauern als wenige Minuten. Abhilfe schaffen Laptophalter wie der „Automanager“ von Sortimo: Der Koffer wird auf dem Beifahrersitz festgeschnallt, eine schwenk-und verschiebbare Platte dienst als Ablage für den Laptop. Im Koffer selbst ist noch Platz für Unterlagen oder einen mobilen Drucker.

Preis: 606,90 Euro (brutto)

Für wen geeignet: Für Vertriebler, die regelmäßig im Auto am Laptop arbeiten.

Von André Schmidt-Carré

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