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„Vertrauen Sie. Und springen Sie gut!“

Felicitas Ernst02.06.2016
Foto: Laurin Schmid
Foto: Laurin Schmid
Vom Paddelbootfahrer zum Millionär. In seiner Keynote erklärt Jochen Schweizer, was ihn zu dem machte, was er heute ist: „Unternehmer seines Lebens.“
 
 
Von Felicitas Ernst 
 
Er ist Abenteurer, Extremsportler, Unternehmer und ein Verrückter. Denn wer begibt sich freiwillig in Lebensgefahr auf den wildesten Gewässern dieser Welt? Wer springt ohne Zwang 1.000 Meter (!) in die Tiefe – nur an einem Gummiseil befestigt? Wer macht das scheinbar Unmögliche möglich? Jochen Schweizer. „Große Sprünge erfordern Mut“, sagt er in seiner Keynote auf dem diesjährigen Vertriebsmanagementkongress. Dass damit nicht nur der Sprung von der Brücke gemeint ist, leuchtet ein. Immer wieder arbeitet Schweizer Parallelen zwischen seinen sportlichen Abenteuern und seinen unternehmerischen Wagnissen heraus. Dabei gibt er so manche Anekdote aus seinem Leben preis: Zum Beispiel, wie er Gummi-Seile zusammenknotete und dann von einer 20-Meter-hohen Brücke sprang. Später fragte ihn dann Willy Bogner, ob er den Sprung von einer Staumauer wagen würde. Ohne zu zögern willigte Schweizer ein. Dass besagte Staumauer 220 Meter hoch sein würde, wusste er da noch nicht.
 
Mit seinem Mut und seinem Geschäftssinn hat er das Bungeespringen in Deutschland etabliert, wurde schnell zum „Bungee-Guru“ erklärt. Ganz ehrlich gibt er zu, was ihm durch den Kopf ging, als er da oben, auf der Brücke stand und in den Abgrund blickte: „Ich hatte Angst.“ Manche Ängste seien berechtigt, andere überhaupt nicht. „Die meisten Ängste behindern uns, unser volles Potenzial auszuschöpfen. Sie hindern uns daran, frei zu sein“, predigt Schweizer und fordert das Publikum auf, Risiken einzugehen. „Wer nichts riskiert, kann auch nicht gewinnen.“ Wohl wahr. Auch wenn nicht jeder gleich am Seil von einem Helikopter aus in den Abgrund springen und beim Hochschnipsen das Seil lösen muss, um dann mit einem Fallschirm auf der Erde gesund zu landen…
 
Dieses Wagnis ging Schweizer tatsächlich ein – bei „Wetten, dass…?“. Mit seinen verrückten Sprüngen aus Helikoptern und von Kränen löste er einen wahren Bungee-Boom aus. Für ihn mündete das in einem cleveren Geschäftsmodell. Heute führt der „Unternehmer seines eigenen Lebens“, wie er sich selbst nennt, eine Firma, die einen Jahresumsatz von 85 Millionen Euro einfährt. Schweizer setzt auf Mut und Durchhaltevermögen. „Nicht für das Anfangen wird man belohnt, sondern fürs Durchhalten“, sagt er. Mehr Mut fordert Schweizer. Mut heiße Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Also: „Vertrauen Sie. Und springen Sie gut!“
Felicitas Ernst

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