Karriere

Statussymbole: Aktentaschen

Von Klara Walk27.11.2015
Aktentaschen | Foto: Freitag
Aktentaschen | Foto: Freitag

Arbeits-Taschen sollen längst nicht mehr nur praktisch sein, sondern auch etwas hermachen. Welche Tasche sich am besten für welchen Vertriebsmanager eignet.

Von Klara Walk

 

Verkaufen ist ein Reisejob. Zwar müssen Vertriebsmanager heute seltener als früher mit einem Kofferraum voller Muster übers Land fahren. Vieles lässt sich am Telefon oder per Email regeln, auch über Ländergrenzen und Ozeane hinweg. Trotz aller digitalen Hilfsmittel sind Verkäufer aber immer noch Handlungsreisende, und der treueste Begleiter eines Handlungsreisenden ist auch in Zeiten von Smartphones und Laptops seine Tasche. Sie ist aber nicht nur praktischer Begleiter im Berufsalltag, sondern kann auch modisches Accessoire sein – ein Statement, ein echtes Statussymbol. Welche Tasche zu welchem Verkäufer-Typ passt:

 

Die Ganz-oben-­angekommen-Tasche

Zum Beispiel: Aktentasche „Sac à Dépêches“ von Hermès, ca. 5.750 Euro

Eigenschaften: Eine Aktentasche von hoher Qualität, hergestellt aus feinen Materialien und mit einem klangvollen Namen versehen, ist ein Klassiker. Viele werden denken: Schöne Tasche. Nur wenige werden ihren wirklichen Wert erkennen. Aber darauf kommt es nicht an. Wer sich eine klassische Aktentasche der obersten Preiskategorie leistet, der hat sich das verdient. Sie ist das perfekte Accessoire für alle, die lange Jahre dabei sind und inzwischen wirklich etwas zu sagen haben.

Vorsicht: Fast 6000 Euro für eine Aktentasche – das sollte man sich erst leisten, wenn man ein gewisses Alter, eine gewisse Erfahrung und eine gewisse Position im Unternehmen erreicht hat. Oder wenn man selbst Luxusgüter verkauft.

Für wen geeignet? Vertriebsleiter und Vertriebsmitarbeiter im Luxusbereich.

 

Die Auf-Nummer-Sicher-Tasche

Zum Beispiel: Messenger Bag „Frankfurt 1“ von Bree, ca. 429 Euro

Eigenschaften: Eine Grundregel für Kundengespräche lautet: Falle nicht unangenehm auf durch übertrieben hochwertige Kleidung oder zu viele Accessoires, die sich der Kunde alle nicht leisten kann – er bezahlt den Look schließlich mit. Gerade Vertriebler mit Kunden im Mittelstand brauchen deshalb eine Businesstasche, mit der sie nicht groß  auffallen oder angeben. Da ist eine schlichte Aktentasche ohne viel Brimborium in schwarzem Leder genau das Richtige.

Vorsicht: Allzu billig brauchen die Auf-Nummer-Sicher-Taschen bei aller Unauffälligkeit nicht sein: Schließlich möchte niemand jedes Jahr im Taschendiscount eine neue Tasche kaufen müssen.

Für wen geeignet? Vertriebsmitarbeiter, die bei Mittelständlern in ländlichen Regionen arbeiten oder in dieser Gruppe ihre Kunden finden.

 

Die Alles-in-einem-Tasche

Zum Beispiel: Weekender Dunkelblau von Von Braun, ca. 125 Euro

Eigenschaften: Sporttaschen haben sich gemacht: Früher wäre niemand auf die Idee gekommen, im schicken Anzug mit einer Sporttasche über der Schulter ins Büro zu kommen. Mittlerweile haben die Hersteller die geräumigen Alleskönner von ihrem miefigen Turnhallen-Charme befreit. Es gibt sie auch als bürotaugliche, elegante Reise­tasche, teilweise mit Laptop- und Smartphone-Fach.

Vorsicht: Die Tasche sollte so viele Innen­fächer haben, dass man alle wichtigen Dinge schnell findet. Nichts ist peinlicher als eine Tennissocke zwischen den Verkaufsunter­lagen.

Für wen geeignet? Für alle Innendienstler, die abends zum Sport oder am Freitagabend direkt ins Wochenende starten wollen. Oder alle Außendienstler, die auf dem Weg vom Büro zum Fitness-Studio noch schnell einen Termin wahrnehmen wollen, ohne mit mehreren Gepäckstücken unterwegs zu sein.

 

Die Hände-frei-Tasche

Zum Beispiel: Rucksack „Phileas“ von Balenciaga, ca. 1.195 Euro.

Eigenschaften: Rucksäcke galten eine Zeit lang als uncool. Wenn überhaupt, dann waren sie nur noch etwas für Fahrradkuriere oder Schulkinder auf Wandertag. Das ändert sich aber gerade wieder. Mittlerweile gibt es auch Rucksäcke, mit denen man nicht nur problemlos im Büro auftauchen kann, sondern dabei auch Geschmack und Modebewusstsein beweist. Das ist praktisch für Vertriebsmanager, die einen Laptop und Verkaufsunterlagen tragen müssen, dabei auf ihre Haltung achten wollen – und die Hände für den Kaffee und das Smartphone brauchen.

Vorsicht: Rucksäcke sind im Businessbereich immer noch eher etwas für Überzeugungstäter.

Für wen geeignet? Verkäufer, die viel Papier schleppen müssen und denen ein Alukoffer zu sperrig ist.

 

Die Praktisch-denken-Tasche

Zum Beispiel: „Wingman“ von Henty, Preis ca. 169 Euro

Eigenschaften: In manchen Branchen kann es von Vorteil sein, sich nicht allzu sehr um Äußerlichkeiten zu scheren – schließlich erwarten viele Kunden nicht Modebewusstsein, sondern Fachkompetenz. Mit „Wingman“ von Henty sind deshalb all diejenigen gut ausgestattet, die ihre Utensilien gerne praktisch verstauen und kein Problem mit einer etwas unförmigen Rolle auf dem Rücken habe. Der Anzug für den Kundenbesuch lässt sich übrigens in einer Außentasche bequem um den „Wingman“ rollen und bleibt so knitterfrei.

Vorsicht: Bisher sucht die australische Herstellerfirma noch Händler für den europäischen Markt. Wer einen „Wingman“ von Henty haben möchte, sollte es am besten im Online-Shop direkt beim Hersteller versuchen.

Für wen geeignet? Vertriebler im IT- oder Technikbereich, die mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen und keinen Wert auf modischen Firlefanz legen.

 

Die Nonkonformisten-Tasche

Zum Beispiel: Messenger Bag „Moss“ von Freitag, ca. 190 Euro

Eigenschaften: Als Kreativer darf man so gut wie alles, in manchen Kreisen sogar mit dem Jutebeutel zum Termin erscheinen. Um doch etwas seriöser zu wirken, wählen die Nonkonformisten in der Vertriebsmannschaft einen Messenger Bag von Freitag. Die Taschen bestehen aus recycelten LKW-Planen und haben dementsprechend den Charme des nicht ganz Neuen, irgendwie hip und irgendwie nachhaltig.

Vorsicht: Wenn man gar kein Kreativer ist, sondern nur wie einer aussehen möchte, dann könnten die sehr bunten Freitag-Taschen albern wirken. Vorsichtig sollten auch alle Vertriebsmanager sein, bei deren Kunden eine Hipster-Attitüde falsch verstanden werden könnte: Von einem Lebenskünstler möchte niemand eine Lebensversicherung kaufen.

Für wen geeignet? Junge und junggebliebene Verkäufer in Digital-, Werbe- oder Kreativagenturen.

Von Klara Walk

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