Interview

"Ich wusste schon zu Schulzeiten, dass ich später im Vertrieb arbeiten wollte"

27.09.2016
Anna Deutschle, Dorel Germany
Foto: Dorel Germany

Anna Deutschle leitet den Vertrieb von Dorel Germany in der DACH-Region. Im Interview spricht sie über das „Vertriebsgen“, Sherryl Sandberg und darüber, was eine gute Vertrieblerin ausmacht.

Frau Deutschle, wie sind Sie in den Vertrieb gekommen?

Bereits mein Großvater und mein Vater waren im Vertrieb tätig. Anscheinend habe ich dieses Vertriebsgen geerbt, denn ich wusste schon zu Schulzeiten, dass ich später in diesem Bereich arbeiten wollte.

Erklären Sie bitte in drei Sätzen, was Sie jetzt tun.

Ich beschäftige mich mit der Weiterentwicklung der Vertriebsstruktur von Dorel Germany innerhalb Deutschlands, Österreich und der Schweiz und unterstütze das Team im täglichen Business sowie bei der schrittweisen Umsetzung unserer Omnichannel-Strategie.

Was hat Sie an der Branche gereizt?

Der spürbar „menschliche“ Umgang der handelnden Personen im schönen Umfeld „Rund ums Kind“, bei dem trotz aller Menschlichkeit die Professionalität nicht auf der Strecke bleibt, fasziniert mich. Und auch die sicheren Lösungen für Kinder, unsere wertvollste Fracht an Bord eines Autos, waren ein weiterer wichtiger Punkt, warum ich mich für diese Branche entschieden habe.

Was waren die größten Schwierigkeiten beim Einstieg in den Berufsalltag?

Als junge Frau von den überwiegend männlichen Entscheidungsträgern als Verhandlungspartnerin auf Augenhöhe ernstgenommen zu werden, war gerade zu Beginn meiner Berufskarriere nicht immer einfach.

Was ist Ihnen besonders leicht gefallen?

Der Aufbau von guten Kundenbeziehungen hat mir seit jeher sehr viel Spaß gemacht und mir die Arbeit ungemein erleichtert.

Haben Sie ein Vorbild?

Oh ja, und zwar Sheryl Sandberg: Sie ist in meinen Augen eine absolute Power-Frau.

Was zeichnet für Sie eine gute Vertrieblerin aus?

Das sind für mich ganz klar zwei Aspekte: Sie muss gut zuhören können und extrem zuverlässig sein.

Was entgegnen Ihnen Menschen, wenn Sie erzählen, dass Sie im Vertrieb tätig sind?

Frauen im Vertrieb sind heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr. Deshalb habe ich auch nicht den Eindruck, dass ich häufiger auf meine Tätigkeit angesprochen werde als Frauen in anderen Branchen.

Braucht der Vertrieb mehr Frauen?

Der Vertrieb braucht Menschen, die gerne auf andere Menschen zugehen. Aber nicht nur das: Sie sollten auf Kundenbedürfnisse eingehen und diese zuverlässig erfüllen. Und das gilt letztendlich für Frauen wie Männer gleichermaßen.

 

Anna Deutschle (38) verantwortet bei Dorel Germany den Vertrieb in der DACH-Region.

 

Dieser Artikel ist Teil der Interview-Reihe "Frauen im Vertrieb". Wöchentlich sprechen hier Vertrieblerinnen über ihre Erfahrungen im Berufsalltag, ihre Vorbilder und darüber, warum der Vertrieb als Branche sie begeistert.

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