Ratgeber

"Neues ausprobieren und dann fragen: Was hast du dabei gelernt?"

von Norbert Wessendorf05.07.2017
(c) Laurin Schmid/Quadriga Media
(c) Laurin Schmid/Quadriga Media

Eines der innovativsten Unternehmen der Welt noch innovativer machen. Das ist Frederik G. Pferdts Aufgabe als Chief Innovation Evangelist beim Internetkonzern Google. Entsprechend groß war die Erwartungshaltung an den Mann, der eigens aus San Francisco nach Darmstadt in das Darmstadtium gekommen war.

Als Pferdt dann zum Beat von US-Rapper Kendrick Lamars „DNA“ die Bühne betrat, nahm er sein Publikum wiederum mit auf eine Reise in das Silicon Valley. In dem aus Ted Talks bekannten Stil schilderte er seine Philosophie eines „Neuen Denkens“ und gab dem Publikum vor allem eines mit auf den Weg: „Etwas Neues ausprobieren und dann fragen: Was hast du dabei gelernt? Unabhängig von Erfolg oder Misserfolg.“ Gerade in einer Welt, die immer schneller Neuerungen erfordert, sei es wichtig, das „Kind im Menschen zu erhalten“ und Fragen zuzulassen.

Dank der interaktiven Gestaltung seiner Keynote war auch das Publikum gefordert. Unter den Sitzen im großen Plenarsaal hatte Pferdt zuvor Zettel auslegen lassen. Auf denen sollten die anwesenden Vertriebler dann etwa ein Profil ihres Sitznachbars zeichnen – die Lacher waren garantiert.

So bekamen die Anwesenden eine Ahnung davon, wie kreatives, innovatives Arbeiten aussehen kann. Pferdt zitierte unter anderem eine Studie, laut der Teammitglieder besonders innovativ sind, wenn sie sich wohl fühlen – „psychological safety“ nennt man das im Silicon Valley.

Aber es sei nicht nur das Arbeitsumfeld, das Menschen kreativer mache. Pferdt selbst versucht jeden Tag, seine Innovationsfähigkeit zu steigern. Dazu braucht es nicht gleich die großen Fragen des Lebens. Bei ihm beginnt der Morgen damit, sich vor die Wahl zu stellen: Fahre ich heute mit dem Ford Mustang zur Arbeit? Oder nehme ich die Harley Davidson? Dazu kommt die Frage, welche Strecke er fahren soll. Denn die unterschiedlichen Strecken bieten wechselnde Eindrücke. Und so ermöglichen sie auch neue Denkweisen und geben Inspiration.

Eine weitere Inspirationsquelle ist für den Mann, der am Bodensee geboren ist, sein Sohn. Unerlässlich hinterfrage der Neunjährige alles, was um ihn herum passiert. Wer glaube, dass er das im Erwachsenenalter nicht mehr erlernen könne, den belehrte Pferdt eines Besseren. Sein Ratschlag: „Schreiben sie sich pro Tag drei Dinge auf, für die Sie dankbar sind. Nach 21 Tagen hat sich das Gehirn automatisch zum positiven Denken umprogrammiert.“

von Norbert Wessendorf

Mehr zum Thema Der Vertriebsmanagementkongress 2017 im Rückblick

Ressort

(c) happy8790

Gastbeitrag

Die Kraft der Weiterempfehlung

Sandra Schubert23.10.2019

Nie war es so schwierig wie heute, die Aufmerksamkeit von Konsumenten auf das eigene Handelsunternehmen zu lenken. Wenn klassische Marketingmaßnahmen nicht mehr zum gewünschten Ziel führen – was hilft dann noch bei der Kundengewinnung? Klar: ein modernes Empfehlungsmarketing in Form von Kundenstimmen, Rezensionen und Bewertungen. Diese wecken Aufmerksamkeit – und zwar online gleichermaßen wie offline. Zudem sorgen sie für einen Vertrauensvorsprung und motivieren zum Besuch um Ladengeschäft oder zum Kauf im Online-Shop.

(c) Pixabay

Gastbeitrag

Wer nicht mitdenkt, hat den Umsatz nicht verdient

Oliver Schumacher16.10.2019

Leider sind viele Verkäufer in ihrem Alltagstrott derart gefangen, dass sie ihre Aufgaben einfach nur abarbeiten, statt einmal darüber nachzudenken, wie man auf Augenhöhe seinen Kunden noch mehr hilft – und im Idealfall dadurch sogar noch höhere Umsätze macht.

(c) Pixabay

Gastbeitrag

Für eine „Ja-Kultur" im Verkauf

Sandra Schubert09.10.2019

Das Ja des Kunden zu erhalten, also seinen Auftrag zu bekommen, ist das erklärte Ziel eines jeden Verkäufers. So weit – so logisch. Doch um dieses Ja aus voller Überzeugung, ohne jeden Druck zu bekommen, ist es an uns, erst einmal selbst Ja zu sagen. Ja zu Situationen, zu Gelegenheiten und vor allem zu Menschen. Dazu zählen übrigens auch wir. Denn nur wenn wir im Inneren ein Ja leben, bekommen wir auch von außen ein Ja – im Verkauf, für unsere Verkäuferrolle und als Mensch!