Durchstarten

(c) Laurin Schmid/Quadriga Media

"Neues ausprobieren und dann fragen: Was hast du dabei gelernt?"

Eines der innovativsten Unternehmen der Welt noch innovativer machen. Das ist Frederik G. Pferdts Aufgabe als Chief Innovation Evangelist beim Internetkonzern Google. Entsprechend groß war die Erwartungshaltung an den Mann, der eigens aus San Francisco nach Darmstadt in das Darmstadtium gekommen war.

Als Pferdt dann zum Beat von US-Rapper Kendrick Lamars „DNA“ die Bühne betrat, nahm er sein Publikum wiederum mit auf eine Reise in das Silicon Valley. In dem aus Ted Talks bekannten Stil schilderte er seine Philosophie eines „Neuen Denkens“ und gab dem Publikum vor allem eines mit auf den Weg: „Etwas Neues ausprobieren und dann fragen: Was hast du dabei gelernt? Unabhängig von Erfolg oder Misserfolg.“ Gerade in einer Welt, die immer schneller Neuerungen erfordert, sei es wichtig, das „Kind im Menschen zu erhalten“ und Fragen zuzulassen.

Dank der interaktiven Gestaltung seiner Keynote war auch das Publikum gefordert. Unter den Sitzen im großen Plenarsaal hatte Pferdt zuvor Zettel auslegen lassen. Auf denen sollten die anwesenden Vertriebler dann etwa ein Profil ihres Sitznachbars zeichnen – die Lacher waren garantiert.

So bekamen die Anwesenden eine Ahnung davon, wie kreatives, innovatives Arbeiten aussehen kann. Pferdt zitierte unter anderem eine Studie, laut der Teammitglieder besonders innovativ sind, wenn sie sich wohl fühlen – „psychological safety“ nennt man das im Silicon Valley.

Aber es sei nicht nur das Arbeitsumfeld, das Menschen kreativer mache. Pferdt selbst versucht jeden Tag, seine Innovationsfähigkeit zu steigern. Dazu braucht es nicht gleich die großen Fragen des Lebens. Bei ihm beginnt der Morgen damit, sich vor die Wahl zu stellen: Fahre ich heute mit dem Ford Mustang zur Arbeit? Oder nehme ich die Harley Davidson? Dazu kommt die Frage, welche Strecke er fahren soll. Denn die unterschiedlichen Strecken bieten wechselnde Eindrücke. Und so ermöglichen sie auch neue Denkweisen und geben Inspiration.

Eine weitere Inspirationsquelle ist für den Mann, der am Bodensee geboren ist, sein Sohn. Unerlässlich hinterfrage der Neunjährige alles, was um ihn herum passiert. Wer glaube, dass er das im Erwachsenenalter nicht mehr erlernen könne, den belehrte Pferdt eines Besseren. Sein Ratschlag: „Schreiben sie sich pro Tag drei Dinge auf, für die Sie dankbar sind. Nach 21 Tagen hat sich das Gehirn automatisch zum positiven Denken umprogrammiert.“

von Norbert Wessendorf
 

Weitere Beiträge zum Thema Der Vertriebsmanagementkongress 2017 im Rückblick

Das könnte Sie auch interessieren...

(c) Thinkstock/littlehenrabi

Ratgeber

Wie Sie ein Kundenportal erfolgreich gestalten

von Jörg Kühnelt & Alexander Horn
(c) Thinkstock/Jane_Kelly

Ratgeber

Was ein Key Account Manager können muss

aus der Redaktion
(c) Thinkstock/Eyecandy Images

Ratgeber

Agiler werden im Vertrieb

von Katja von Bergen & Christian Herlan