Studie

Einkauf vor Ort ist beliebt, Stärken werden aber schlecht kommuniziert

Felicitas Ernst16.07.2015
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Zum Einkaufen gern einfach nur um die Ecke: Rund drei Viertel der Konsumenten kaufen gerne bei inhabergeführten lokalen Händlern ein – vor allem Männer stehen auf den Einkauf vor Ort.

Von Felicitas Ernst

Wenn Qualität und Service stimmen, sind die Deutschen durchaus auch bereit für den Einkauf beim inhabergeführten Geschäft, einen höheren Preis in Kauf zu nehmen. Das zeigt eine Untersuchung des Instituts für Handelsforschung Köln in Zusammenarbeit mit dem Mittelstandsverbund, die die Einstellung deutscher Verbraucher zum lokalen Fachhandel und ihre Erwartungen an lokale Marktplätze in den Blick nimmt.

Der inhabergeführten Handels wird als persönlich, zuverlässig und kompetent wahrgenommen. Er ist wichtig für lebendige Innenstädte und weist eine hohe Serviceorientierung auf. Schwächen sehen die Deutschen in kleineren und beschränkten Sortimenten sowie hohen Preisen.

Durch Initiativen wie "Buy Local" Stärken besser kommunizieren

Die Stärken müssen in einer zunehmenden Wettbewerbssituation aber deutlich kommuniziert werden. Dies haben auch die Händler selbst erkannt. So werden aktuell zahlreiche Initiativen gegründet, in denen sich lokale inhabergeführte Einzelhändler gemeinsam engagieren. Ein Beispiel ist die Initiative "Buy Local". Bei den Konsumenten kommt das an: Die Initiative wird von den Befragten mit deutlicher Mehrheit gut bewertet. Positiv wahrgenommen wird insbesondere die Kommunikation der Einkaufsmehrwerte wie Qualität, Kompetenz und Service.

„Die Studie zeigt, womit stationäre inhabergeführte Betriebe punkten können: mit persönlichem Kundenkontakt, kompetenten Mitarbeitern, Qualität von Ware und Sortiment sowie Einkaufserlebnis.

Auch der Laden von nebenan braucht einen Online-Auftritt

Über alle Produktgruppen hinweg spielt eine hohe Produktqualität und die Fachkompetenz des Personals die wichtigste Rolle bei der Händlerwahl. „Die Konsumenten sind mittlerweile mehrheitlich selektive Online-Shopper, die nicht nur mal online, mal offline einkaufen, sondern auch im Kaufprozess die Kanäle wechseln. Um diese Zielgruppe bereits während des Informationsprozesses auf sich aufmerksam machen zu können, ist eine Online-Präsenz auch für den inhabergeführten lokalen Einzelhandel unumgänglich. Das bestätigt auch die Befragung: Neun von zehn Konsumenten erwarten von "Buy Local" eine Website – jeder Achte erwartet eine mobile Optimierung der Seite. Auch Cross-Channel-Services gehören demnach ins Angebot lokaler Marktplätze. So wird zum Beispiel die Online-Reservierung von Produkten und Rückmeldung bei Wiederverfügbarkeit von 84 Prozent der Befragten positiv bewertet.

Felicitas Ernst

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