Ratgeber

Das Dresscode 1x1 der Vertriebsbranche

von Dennis Hoff12.12.2017
(c) Quadriga Media/Veronika Neubauer, Janice Arpert
(c) Quadriga Media/Veronika Neubauer, Janice Arpert

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Mit einem freundlichen Lächeln, einem festen Händedruck und aktivem Zuhören können Sie bei ihrem Kunden ein gutes Bild hinterlassen. Allerdings entsteht dieser Eindruck bereits viel früher. 

von Dennis Hoff

Was man nun als „gute Kleidung“ bezeichnet und was nicht, wird wohl immer ein Streitthema bleiben. In Sachen Mode gibt es allerdings feste Regeln, die einen ersten Anhaltspunkt liefern, wenn es darum geht, kleidungstechnisch den richtigen Ton zu treffen: Dresscodes.
Jeder Kunde hat gegenüber einem Vertriebler eine gewisse Erwartungshaltung, welche in den meisten Fällen mit der Kleidung beginnt. Wird diese Erwartung nicht erfüllt, ist es nicht unmöglich, aber definitiv schwerer, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Mithilfe von Dresscodes passt sich Ihre Kleidung praktisch an die Erwartungshaltung des Kunden an.

+++ Hinweis: Abonnieren Sie jetzt unseren kostenlosen Newsletter Vertriebsszene und erhalten Sie wöchentlich und kostenlos Einsichten aus der Vertriebspraxis, lukrative Jobangebote und eine Auswahl an Personalwechseln.+++

Eine feste Erwartungshaltung vom Kunden an den Vertriebler gibt es allerdings nicht, denn sie wird durch Faktoren wie die spezifische Branche, den Anlass des Gesprächs oder beispielsweise den Bekanntheitsgrad zum Kunden beeinflusst. Folgendermaßen kann es nicht den „einen Dresscode“ für die Vertriebsbranche geben.

Im Gegensatz dazu lässt sich jedoch eindeutig sagen, welche generellen No-Go’s bezüglich Ihres Outfits bestehen:

  • Tennissocken
  • Sandalen
  • Kurze Hosen
  • Durchsichtige Blusen
  • Extrem bunte Kleidung
  • Großgemusterte Kleidung
  • Abgetragene Kleidung

Um das Thema Dresscodes genauer beleuchten zu können, ist es notwendig, die einzelnen Vertriebsbranchen genauer zu betrachten und für jede ihre eigenen Regeln zu bestimmen.

Dresscode in der Finanzbranche

Im Bereich der Finanzbranche sprechen wir über einen sehr klar definierten Dresscode, welcher relativ wenig Spielraum für Experimente lässt.

Für Männer ist ein gut sitzender, dunkler Anzug Grundvoraussetzung und Pflicht bei jedem Outfit.  Dieser meist schwarze Anzug wird kombiniert mit einem weißen oder einem hellen, langärmligen Hemd. Kurze oder auffällig gemusterte Hemden zählen in dieser Branche als No-Go!
Die Krawatte ist ebenfalls ein Muss und sollte als Kontrast zum hellen Hemd in einer dunklen Farbe gewählt werden.

Vermieden werden sollten bei diesem Dresscode zu auffällige Accessoires wie beispielsweise übermäßig große Uhren oder Ringe. Außerdem sollten die Kleidungsstück nicht mehr als 2-3 Farben enthalten. Braun und Bordeaux sind generell zu vermeiden. Unternehmensinterne Hemden oder Anzüge sind hier eher selten zu finden und passen grundsätzlich nicht in das Bild der Branche.

Für Frauen zählt der gleiche Grundsatz: Neutrales, dunkles und unauffälliges Outfit! Ein klassisches Kostüm in dunklen Farben, kombiniert mit einer hellen Bluse ist dabei die eleganteste Lösung. Als Faustregel für das passende Schuhwerk ist eine Absatzhöhe von maximal 6cm zu beachten.

Generell muss bei diesem Dresscode darauf geachtet werden, dass so wenig nackte Haut wie möglich zu sehen ist. Zu weite Ausschnitte und zu kurze Röcke sowie schrilles Make-Up und offene Haare sind nicht gern gesehen.

Dresscode im Bereich Engineering

Im Gegensatz zur Finanzbranche, ist der Dresscode in Branchen wie beispielsweise Maschinenbau zwar etwas lockerer, jedoch gibt es auch hier klare Richtlinien.

Auf die klassische Anzugshose darf der Mann verzichten und alternativ auf Chinohosen oder andere Hosen aus hochwertigem Material zurückgreifen. Eine Jeans ist jedoch nach wie vor nicht erwünscht!
Ein gut geschnittenes Hemd und ein dunkles Sakko machen das Outfit zu einem echten Hingucker. Wer möchte, darf gerne auf die Krawatte verzichten. Besonders in den kalten Wintermonaten, ist ein farblich abgestimmter Kaschmirpullover eine echte Alternative zum klassischen Hemd.

Um sich als stolzer Vertreter des Unternehmens präsentieren zu können, werden gerne kleine Veredelungen an Hemden oder Sakkos eingebracht Die wohl bekannteste Variante ist hierbei ein Stick mit Logo oder Text auf dem Kragen oder der Brust, da diese auch mit Sakko gut zur Geltung kommen. Trotz des gelockerten Dresscodes sind Poloshirts oder Kleidungen mit ausgewaschenen Effekten keine Alternativen.

Eine klassisch geschnittene Hose mit Blazer oder ein eleganter Rock mit Bluse sind die häufigsten Kombinationen für Frauen. Sogar kleine, auffallende Accessoires dürfen als Highlights verwendet werden. Zwar

sind Turnschuhe oder Sneaker ein absolutes No-Go, aber Ballerinas und elegante Chealsea Boots sind definitiv eine gern gesehene Möglichkeit.

Dresscode in der Handels- und Handwerkindustrie

Dieser Dresscode fordert etwas Fingerspitzengefühl, da er weder zu förmlich noch zu legere wirken sollte. Im Gegensatz zu den anderen Varianten gibt es hier keine eindeutigen Vorschriften.

Für Männer eignet sich in jedem Fall ein farbiges Hemd mit Button-Down-Kragen oder ein klassisches Poloshirt. Optional werden bei der Farbauswahl die Unternehmensfarben berücksichtigt oder firmeninterne Kleidung wie beispielsweise bestickte Poloshirts mit Logo verwendet. Passend dazu können einfache Jeans getragen werden.

Zwar besteht die Möglichkeit, etwas mehr zwischen schick und legere zu variieren, kurze Hosen und zerrissene Jeans sind jedoch trotzdem ein No-Go!

Auch Frauen haben mehr Freiraum für modische Trends und persönliche Vorlieben, von einer Jeans oder einem zu kurzen Rock sollte jedoch abgesehen werden. Eine Baumwollhose in Kombination mit Bluse oder Pullover sind in jedem Fall eine passende Variante.

 

Über den Autor:

Dennis Hoff absolviert sein Praxissemester im Bereich Onlinemarketing bei Textil ONE, Premiumanbieter für „High Quality Corporate Wear“.

Das junge Unternehmen digitalisiert komplexe Bestellungen und macht das Leben für Einkäufer leichter. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Unternehmenswebseite.

 

 

von Dennis Hoff

Mehr zum Thema Outfit im Vertrieb

Das könnte Sie auch interessieren...

(c) gettyimages/Anna_Brothankova;

Ratgeber

Wenige große oder doch lieber mehr kleine Kunden?

von Oliver Schumacher12.12.2018

Das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen im Verkauf muss stimmen. Welche Rolle bei dieser Abwägung die Fokussierung auf große oder kleine Kunden spielt.

(c) gettyimges/BartekSzewczyk;

Ratgeber

Gutes Geld für Spitzenleistungen

von Heinz-Peter Kieser12.12.2018

Klassische variable Vergütung im Vertrieb schafft es immer weniger, die Mitarbeiter auf die wichtigen Vertriebsziele auszurichten und zu guten Leistungen zu motivieren. Kosmetische Eingriffe reichen da nicht.

(c) gettyimages/syahrir maulana;

Ratgeber

4 Gründe, die meist angewendete Vertriebsstrategie zu überdenken

von Isabel Stühler14.12.2018

Die Vertriebsstrukturen haben sich in den vergangenen Jahren, besonders in größeren Unternehmen, geändert. Leider übertragen Geschäftsführer dabei häufig den gesamten Vertriebsablauf auf den Außendienst.