Karriere

Warum angemessene Kleidung im Job immer wichtiger wird

von Kathrin Haberlach01.08.2018
(c) gettyimages/Adel Bekefi
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Mit dem Outfit bestimmen wir, wie wir wahrgenommen werden. Deswegen sollten Sie gewisse Fettnäpfchen vermeiden. Gerade im Sommer kann das passende Outfit eine Herausforderung werden.

von Kathrin Haberlach

Zahlreiche Studien beweisen es: Kleidung sowie das gesamte Erscheinungsbild beeinflussen die Karriere signifikant – Sowohl bei Frauen, als auch bei Männern! Das Gegenüber schenkt dabei rund 55 Prozent seiner Aufmerksamkeit dem Outfit, der Körperhaltung, Mimik, der Gestik sowie der Frisur. 38 Prozent des ersten Eindruckes wird der Stimme gewidmet. Wer in den ersten Sekunden des Kontaktes durch sein Äußeres Gesamterscheinungsbild überzeugt, erhöht laut Studien seine Jobchancen um rund 20 Prozent. Kein Wunder also, dass Manager und Personaler spezifischer Branchen beim Einstellen neuer Mitarbeiter besonders viel Wert auf das Outfit des Bewerbers legen. Welche Kleidung am Arbeitsplatz angemessen ist, lässt sich hierbei nicht pauschalisieren. Grundsätzlich gilt: Je kreativer der Job, desto legerer und vor allem auch individueller darf der Look ausfallen!

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Das macht ein angemessenes Outfit im Job aus

Die Branche entscheidet über den Dresscode

Während in kreativen Berufen wie zum Beispiel im Journalismus oder auch im künstlerischen Bereich legere Casual-Looks als legitim gelten, zählt der richtige Business-Dresscode bei Versicherungen oder Banken zur Corporate Identity des Unternehmens und ist somit strikt vorgegeben. In diesen Jobs ist ein souveränes Auftreten von hoher Bedeutung, denn alles steht und fällt mit dem ersten Eindruck durch den Kunden. Die richtige Mode in häufig vorgegebenen Farben, welche beispielsweise die Nuancen des Firmenlogos widerspiegeln, gilt hier als das A und O, da sie die Firma repräsentiert.

Der perfekte Business-Style sollte dem jeweiligen Typ entsprechen

Sollte hinsichtlich der Outfit-Auswahl im Job ein gewisser individueller Spielraum zur Verfügung stehen, sind die Kleidungsstücke idealerweise dem eigenen Typ anzupassen: Gemeint ist, dass der Schnitt des Anzuges bzw. des Kleides zur Figur passt und auch die Muster und Farben an den Charakter des Mitarbeiters anzugleichen sind. Hintergrund ist, dass das perfekte Outfit für jedes Individuum eine hervorragende Grundlage für ein höheres Wohlbefinden und somit auch für ein höheres Selbstbewusstsein bietet. Kleiner Tipp für Berufe, in denen strenge Mode-Richtlinien gelten: Trotz der strikten Vorgaben können und sollten Mitarbeiter mit einem eigenen Hingucker arbeiten – Accessoires wie eine stilvolle Uhr, eine Statement-Kette oder auch eine gemusterte Krawatte sorgt oft schon dafür, dass Kunden den jeweiligen Mitarbeiter schneller wiedererkennen.

Business-Looks für jede Jahreszeit

Auch die Jahreszeit spielt beim Finden des angemessenen Arbeits-Outfits eine enorme Rolle: Der Sommer im Büro wird dabei für viele zu einer wahren Herausforderung, denn nichts wirkt für Kunden und Kollegen abschreckender, als auffällig große Schweißflecken! Um dies zu vermeiden, können Frauen ebenso wie Männer auf einige Tipps und Tricks zurückgreifen. Zum einen sind Materialien wie Leinen, Baumwolle oder Viskose auszuwählen, denn diese Stoffe haben eine angenehme, zum Teil kühlende Wirkung. Zum anderen kann bei der Auswahl des Schuhwerks auf halboffene Modelle zurückgegriffen werden: Damen sind beispielsweise mit Peeptoes oder Sling-Pumps bestens gekleidet! Auch helle, pastellige Farben oder auch dünnere, weiße Hosen lassen den Sommer im Büro deutlich besser aushalten.

Qualität als das absolute A & O

Studien haben ergeben: Je hochwertiger die Kleidung, desto höher die Wertschätzung und Respektwidmung des Gegenübers! Gemeint ist hiermit nicht, die Marke groß und auffällig auf dem Hemd oder der Bluse stehen zu haben. Vielmehr kommt es darauf an, durch stilvolle Schnitte, dezente Farben / Muster und qualitative Stoffe zu überzeugen. Die Investition in hochwertige Business-Mode zahlt sich definitiv aus!

No-Gos im Business-Look

In Berufen, in denen strikte Vorgaben bezüglich der Outfits vorliegen, werden auch während der warmen Jahreszeiten keine Ausnahmen von Dresscodes gemacht. Trotz dessen tappen Mitarbeiter durch bestimmte Mode No-Gos immer wieder in Fallen und greifen im Sommer zum Beispiel auf Flip-Flops, sichtbare Wäsche oder auch auf zu knappe Kleidung zurück. Auch deutlich sichtbare Tattoos, Piercings, zerrissene Jeans und extravagante Prints (z.B. Leo-Prints) haben am Arbeitsplatz nichts zu suchen.

Da jede Branche ganz eigene Gesetze und Eigenheiten hinsichtlich des Dresscodes pflegt, lässt sich die Frage nach einem angemessenen Business-Outfit nicht pauschalisieren. Grundsätzlich bietet es sich an, den Personaler schon während des Vorstellungsgespräch auf das Thema „Kleidung“ anzusprechen, um schließlich allen Erwartungen gerecht werden zu können. Unabhängig von der Branche beweisen Studien dennoch immer wieder, wie viel Wahrheit im altbekannten Sprichwort „Kleider machen Leute“ steckt!

 

Über die Autorin:


Kathrin Haberlach beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dem Thema redaktionelle Content-Erstellung für das Unternehmen Eierund GmbH und betreut dort u.a. den Onlineshop HoseOnline.de und dessen Blog.

von Kathrin Haberlach

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